Wie werde ich Immobilienbewerter:in?
Immobilienbewerter:innen — auch Sachverständige für Immobilienbewertung — ermitteln den Verkehrswert von Liegenschaften, methodisch korrekt und normgerecht. Ein belastbares Gutachten zählt bei Kauf, Finanzierung, Bilanzierung und vor Gericht.
Kurz erklärt
Expert:innen für Immobilienbewertung erstellen nachvollziehbare Wertgutachten nach dem Liegenschaftsbewertungsgesetz (LBG) und der ÖNORM B 1802. Sie analysieren Lage, Bausubstanz, Recht und Markt und wenden die anerkannten Wertermittlungsverfahren (Vergleichs-, Sach-, Ertragswert, DCF) an. Die freiwillige Zertifizierung nach Austrian Standards (Programm P22) macht diese Kompetenz objektiv nachweisbar.
Aufgaben & Tätigkeiten
- Den Verkehrswert von Liegenschaften methodisch korrekt ermitteln
- Befund aufnehmen: Lage, Bausubstanz, Recht und Markt analysieren
- Wertermittlungsverfahren anwenden (Vergleichs-, Sach-, Ertragswert, DCF)
- Nachvollziehbare, rechtssichere Gutachten erstellen
- Bewertungen für Kauf, Finanzierung, Bilanzierung oder Gericht liefern
Voraussetzungen & Ausbildungsweg
Fachausbildung
Fundierte Ausbildung in Recht, Bautechnik und Bewertungsmethodik (z. B. die eduard-Ausbildung).
Normkenntnis
Sicherer Umgang mit dem Liegenschaftsbewertungsgesetz (LBG) und der ÖNORM B 1802.
Zertifizierung (optional)
Personenzertifikat nach Austrian Standards (Programm P22) als anerkannter Kompetenznachweis.
Gehalt & Perspektiven
Angestellte Bewerter:innen verdienen in Österreich im Schnitt rund 4.000 € brutto/Monat (etwa 56.000 €/Jahr); je nach Erfahrung und Spezialisierung sind 3.500–5.000 € und mehr üblich. Selbstständige Sachverständige honorieren Gutachten pro Auftrag — mit entsprechend hohem Verdienstpotenzial.
Häufige Fragen
Nicht zwingend — aber die freiwillige Zertifizierung nach Austrian Standards (Programm P22) ist ein anerkannter, objektiver Kompetenznachweis und schafft Vertrauen bei Banken, Gerichten und Kund:innen.